Zürich, 25. Mai 2026 – Das 10. Festival der Natur ist am Montag nach sechs Tagen und prächtigem Wetter mit mehreren zehntausend Besucherinnen und Besuchern und rund 750 Veranstaltungen zu Ende gegangen. Die von rund 300 Organisationen in allen Landesteilen organisierten Veranstaltungen führten in Stadtquartiere, an Gewässer, in Wälder, in Landwirtschaftsgebiete und in die Berge – und ermöglichten es den Teilnehmenden, die Artenvielfalt der Schweiz unmittelbar in allen Facetten zu erleben.
Im Zentrum der Jubiläumsausgabe des Festivals der Natur standen Biodiversität im Siedlungsraum und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Bevölkerung. Viele Angebote zeigten praxisnah, wie bereits kleine Veränderungen im eigenen Umfeld zur Förderung der bedrohten Artenvielfalt beitragen können. «Immer mehr Menschen möchten nicht nur über Biodiversität sprechen, sondern konkret etwas beitragen. Genau dafür schafft das Festival der Natur Zugang», sagt August Pfluger, Geschäftsführer des Vereins Festival der Natur.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Biodiversität im Siedlungsraum – also dort, wo viele Menschen täglich leben und gestalten können. Rund 50 offene Privatgärten des Programms Bonjour Nature von Pro Natura beispielsweise machten erlebbar, wie naturnahe Gärten gestaltet werden können. Im direkten Gespräch mit Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern erhielten die Besuchenden konkrete Anregungen, wie sich Gärten, Innenhöfe und Balkone einfach und wirkungsvoll für mehr Artenvielfalt aufwerten lassen.
Auch Kantone und Gemeinden engagierten sich dieses Jahr verstärkt am Festival der Natur. Der Kanton Zürich etwa stellte ein eigenes Festival-der-Natur-Programm zusammen und bündelte zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Kantonsgebiet. Das Festival richtete sich an alle Generationen. Familien, Schulklassen, Naturinteressierte und Fachpersonen nahmen an Exkursionen, Arbeitseinsätzen, Führungen und Kursen teil. Besonders gefragt waren Veranstaltungen zu Siedlungsbiodiversität, Amphibien, Vögeln, naturnahen Gärten und der Aufwertung von Lebensräumen in Landwirtschaftsgebieten.
Viele Organisationen nutzten das Festival zudem, um auf den fortschreitenden Verlust von Lebensräumen hinzuweisen. In der Schweiz sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten gefährdet – konkrete Massnahmen zur Förderung einheimischer Arten bleiben daher sowohl in der Landschaft als auch im Siedlungsraum wichtig.
Unterstützt wurde das Festival der Natur vom Bundesamt für Umwelt BAFU, den Kantonen sowie von einem breiten Netzwerk aus Natur- und Umweltorganisationen, Gemeinden, lokalen Vereinen und engagierten Privatpersonen.
Das nächste Festival der Natur findet vom 19. bis 22. Mai 2027 statt – rund um den Internationalen Tag der Biodiversität vom 22. Mai 2027.
Kontakt:
Verein Festival der Natur, August Pfluger, [email protected], 079 663 03 30
